Montag, 17. Juni 2013

Cupcakes mit Charme und ein Frauenverein mit Stil



Die Begeisterung für Cupcakes hat Carmen Lippuner-Thaddey aus Amerika mitgebracht. Als sie dort vor einiger Zeit ihre Ferien verbrachte, sah sie sich von diesen süssen, nicht selten unwiderstehlich verzierten Köstlichkeiten geradezu umzingelt. Und so gab es nach ihrer Rückkehr in die Schweiz kein Halten mehr. Sie eignete sich die Kenntnisse im Cupcake- und Tortenbacken an und besuchte diverse Schulungen bei Cake-Designern, bis sie ihre Technik perfektioniert hatte. Heute entstehen in der Küche von Carmens Zuhause, welches sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern teilt, fast im Akkord Cupcakes mit filigranen Dekorationen, genauso wie Geburtstagtorten mit einzigartigen Glasuren und romantisch anmutenden Ausschmückungen. 


Freunde und Bekannte zeigten sich begeistert von Carmens ästhetischen Süssigkeiten und wollten bald selbst lernen, wie man die Küchlein richtig verziert. Daraus entstand die Geschäftsidee von CarmensCupcake Deko Workshops. Die Kursteilnehmer lernen die Grundlagen der kulinarischen Verzierung; sie können am Ende mit Fondant und Buttercreme umgehen und haben erst noch ganz viel Spass gehabt. Die Kurse sind mittlerweile so beliebt, dass Carmen ihren Job als Sales Executive bei einem renommierten Luzerner Hotel aufgab, um sich ganz ihrer Leidenschaft zu widmen. Sie hat es bisher nicht bereut, das Hotelgeschäft hinter sich zu lassen. „Aber ich nahm seither ein paar Kilo zu.“, erklärt sie mit einem entwaffnenden Lächeln. Man sieht ihr das ganz und gar nicht an, und Naschen ist sowieso gesund und macht glücklich.

Carmen Lippuner-Thaddey

Die Kurse finden in Meggen am schönen Vierwaldstättersee statt, wo Carmen auch zu Hause ist. Weil in ihrer Küche aber nicht genug Platz ist, um alle Kursteilnehmer unterzubringen, hat sie sich mit dem Gemeinnützigen Frauenverein Meggen zusammengetan, der ein Kurs- und Freizeitlokal im Dorf betreibt. Es nennt sich WärchTraum und ist genau das: Ein traumhafter, verspielter Ort, an dem alles möglich ist und der Kreativität freien Lauf gelassen werden darf. „Hier hat alles Platz, ausser Politisches und Religiöses.“, merkt Christina Schwendener an, die im WärchTraum selbst Kurse anbietet. Unter anderem einen Shabby Chic Kurs, bei dem alte Möbel frisch gestrichen werden und  danach in neuem, aber doch shabby Glanz erstrahlen. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass der ganze WärchTraum in genau diesem Stil eingerichtet wurde. Hell, einladend, freundlich.
 

Christina kann diesen schlichten, skandinavischen Einrichtungsstil  im Kurslokal voll ausleben und sie tut das mit viel Liebe zum Detail. Was zu Hause aus Rücksicht auf den Ehemann nichts verloren hat,  das findet im WärchTraum dankbaren Platz und amüsiert Besucher und Kursteilnehmer gleichermassen. Zum Beispiel Gäms-Geweihe mit bunten Schleifen oder Rüebli-Raffeln mit Blumendekoration. Die Tassen und Teller für den Kaffee zwischendurch hat Christina aus Brockenhäusern der Umgebung zusammen getragen und liebevoll in der kleinen Küche arrangiert. Ausserdem sorgen dort eine schöne Sammlung alter Krüge und Suppenschüsseln mit lieblichen Blumenmotiven für Gemütlichkeit.
 

Diese floralen Motive dienen Carmen Lippuner-Thaddey oft als Inspiration, um neue Dekorationen für ihre Cupcakes zu kreieren. Und genau solche Ideen werden dann in ihren Kursen zusammen mit den anderen Cupcake-Liebhaberinnen umgesetzt. Eine Handvoll motivierter Damen, Süssigkeiten mit bezauberndem Beiwerk, eine pittoreske Umgebung: Das sind die Zutaten für einen gelungenen Event mit Langzeitwirkung in jeder Hinsicht.


CarmensCupcake
www.carmenscupcake.ch

WärchTraum
www.waerchtraum.jimdo.com



Christina Schwendener & Carmen Lippuner-Thaddey


 





 Alle Fotos: Copyright by Landhaus Diva

Montag, 10. Juni 2013

Landhaus Diva Portrait




Clifford Lilley und die Villa Egli - Ein Team mit Charme, Stil und Esprit

Gleich beim ersten Anblick der Villa Egli war Clifford Lilley fasziniert von diesem Haus, das direkt an der Zürcher Spaziermeile am See liegt. Dreissig Jahre ist es schon her, als er bei einem Spaziergang dieses, über 100 Jahre alte, im englischen Landhausstil erbaute Bijou zum ersten Mal sah und von der Musik angelockt wurde, die auf die Strasse drang. In der Villa Egli war damals die Ballet Academy Zurich sowie ihre Studenten aus aller Welt untergebracht. Als Clifford durch die Fenster die Tänzer sah, wollte er mehr über diesen Ort herausfinden. Der Zufall wollte es, dass just im gleichen Moment, als Clifford an die Türe klopfte, die damalige Direktorin der Academy, Herta Bamert, aus dem Haus trat. Sie erzählte von ihrer Schule, er erzählte von seinen Erlebnissen und davon, dass er gerade erst aus seiner Heimat Südafrika in Zürich angekommen sei und dort eine Schauspielausbildung abgeschlossen hätte. An der Ballettschule war ein Studienplatz frei, und so packte Clifford die Gelegenheit beim Schopf und schrieb sich an der Ballet Academy ein. Viele zertanzte Schuhe später ergatterte er sogar ein Zimmer im ersten Stock der Villa. Heute ist er immer noch dort, geniesst die exklusive Lage und den kreativen Esprit, der im Haus herrscht.
 
Clifford Lilley in seinem zauberhaften Büro.

Die Villa Egli hat in all den Jahren immer eine Ballettschule, verschiedene Künstler und Studierende beherbergt. Clifford Lilley hat es nie gestört, dass die Villa eine WG ist. Auch nicht, dass das Haus etwas renovationsbedürftig ist und sein Mietvertrag immer nur auf beschränkte Zeit verlängert wird, weil die Stadt Zürich darauf hofft, dass jemand die unter Heimatschutz stehende Villa übernimmt. Vielleicht macht all das den Charme der Villa aus. Immerhin ist „shabby“ wenn es um’s Wohnen geht sowieso gerade sehr en vogue. Und wenn sich Clifford Lilley mit etwas auskennt, dann mit der Mode und den angesagten Trends. Als Stylist und Fashion Consultant ist das sein täglich Brot. Nicht nur seine Kunden sondern auch sein Zuhause profitieren von seinem geübten Auge. Mit einem unfehlbaren Flair für Stil und der Liebe zu allem Schönen hat er die Räume, die er bewohnt, genauso harmonisch wie aufregend eingerichtet. 
 
Stilleben mit Dame im Gang der Villa Honegg.

Bereits der Vorraum zu seinem Büro ist mit Blumen geschmückt. Frische Blüten sind ihm wichtig. Deshalb sind sie grosszügig im ganzen Haus verteilt,  und rein optisch partizipieren auch seine Mitbewohner an ihnen mit. Wenn man das Büro betritt, fühlt man sich in eine andere Zeit zurück versetzt und an einen anderen Ort. Er erinnert an die Drawing Rooms der englischen Herrenhäuser. Clifford hat es mit seiner Büchersammlung ausgestattet, mit reizenden Details und überraschenden Hinguckern. Die Möbel hat er grösstenteils geschenkt bekommen oder sie sind eine Leihgabe. „Weil ich nie weiss, wie lange ich in der Villa bleiben kann, wollte ich nur wenig Möbel besitzen. Auch weil man nicht weiss, wo man danach hinzieht und ob sie dann noch reinpassen.“ sagt er mit einem wissenden Lächeln. Aus diesem Grund hat natürlich auch jedes Stück seine Geschichte und die seines ehemaligen Besitzers zu erzählen, was dem Raum noch einen zusätzlichen Kick verleiht. 
 
Blumen im Vorraum zum Clifford's Büro.

Im oberen Stock befinden sich Clifford Lilley‘s privaten Räume und allein der Aufstieg in diese Gefilde über ausgetretene, steile Holztreppen ist eine Augenweide und ein kleines Abenteuer zugleich. Viele Türen gehen vom langen Gang ab, an dessen Ende sich „The Green Room“ befindet. Wenn draussen die Sonne scheint, ergiesst sich warmes Licht auf die antiken Tapeten mit dem grünen Blumenmuster und verwandelt das Wohnzimmer in einen strahlenden Ort der Ruhe. Dazu befragt, was ihm bei der Einrichtung am wichtigsten sei, erklärt Clifford: „Gute Proportionen und ein paar Freiräume sind wichtig. Auch dass zwischendurch, immer wieder etwas steht, dass dem Auge schmeichelt. Ein schönes Buch oder Bild zum Beispiel. Und grosse Vasen mit Blumen.“ Diesem Credo folgend gibt es im grünen Raum viel Platz für kreative Gedanken, aber keinen für Eintönigkeit. Hier sowie auch in den anderen Räumen herrscht ein lockerer, eklektischer Stil vor. Ein eleganter, goldener Spiegel ziert eine Kommode auf der Familienfotos stehen. Clifford zeigt mit Stolz auf die Fotos und lacht: „Mein Vater und mein Grossvater waren beide bei der Marine. Ich auch, aber ich wollte dann trotzdem Schauspieler werden.“ 

 
The Green Room

Im langen Gang vor dem Wohnzimmer hat Clifford seine eigene, kleine Gartenecke aufgebaut, die er liebevoll hegt und pflegt. Auf die Frage, ob er etwas sammle, überlegt er lange und sagt dann: „Vielleicht Bücher. Ich habe viele Bücher und ich liebe sie.“ Wenn man allerdings die Wände im Gang betrachtet, dann wird schnell klar, dass er auch ein Faible für Bilder hat. Sie hängen überall. In allen Grössen und Formaten, Alte, Neue, mit und ohne Rahmen. Und es wäre nicht Cliffords Galerie, wenn es nicht auch zu jedem Bild eine Anekdote zu erzählen gäbe. Was ihn und auch seine Arte des Einrichtens ausmachen, sind die Geschichten, die er erzählt und die erfrischende Bereitwilligkeit mit der er es tut. Langweilig wird es um ihn herum nie. Dafür hat er schon immer zu sorgen gewusst.

Bilder Sammelsurium im Gang.

Als er in den 80er Jahren aus Südafrika in die Schweiz kam, um bei seinem damaligen Lebenspartner zu sein, war es aufgrund seiner fehlenden Deutschkenntnisse schwierig für ihn als Schauspieler Fuss zu fassen. Sein grosses Interesse an allem Neuen und sein Mut unkonventionelle Wege zu gehen bescherten ihm jedoch eine ungewöhnliche Karriere. Clifford arbeitete lange Zeit als Statist am Opern- sowie am Schauspielhaus, durfte mit dem Theater-Tross zu Aufführungen in die grossen Metropolen reisen und lernte Schauspieler, Sänger und Intendanten kennen, mit denen er noch heute Freundschaften pflegt und die ihrerseits grosse Karrieren gemacht haben. Ausserdem engagierte er sich für wohltätige Projekte. Organisierte Charity Runs und Konzerte. 

Nicht wegzudenken: Blumen allüberall.
 
Mit der Zeit musste er sich eingestehen, dass das zwar spannenden Aufgaben waren, diese aber nur wenig Geld zum Leben einbrachten. „Und ich habe schon immer schöne Dinge geliebt.“ sagt er lachend. Also musste ein Job her, der ein stetes Einkommen garantierte. Der Zürcher Designer Hannes B suchte damals einen Modeberater- und Verkäufer, der ihm in seinem Geschäft mithalf. Clifford ergriff einmal mehr die Gelegenheit und heuerte bei dem Designer an. Viele Jahre lernte er dort alles, was man über Mode, Menschen und Manierlichkeit wissen muss, bis er sich eines Tages dazu entschloss, sich als Stilberater und Stylist selbstständig zu machen. Clifford sagt von sich selbst, dass er ein ambitionierter Mensch sei. Seine Ziele verfolgt er mit grosser Disziplin und ist bereit, sein Herzblut darin zu investieren. 
 
Gemütliche Sitzecke mit Fuchs in Clifford's Study.

Es gehört eine gute Portion Courage und viel Leidenschaft dazu, seine Träume zu leben. Für Clifford Lilley hat es sich als goldrichtig erwiesen, dieser Intuition zu folgen. Heute ist er in Zürich und der ganzen Schweiz als Experte in Stilfragen bekannt. Er ist regelmässig im Fernsehen zu sehen, am Radio zu hören, hat ein Buch geschrieben und ist der Stilberater der VIPs. Er hat es geschafft und ist dabei das geblieben, was er immer war: Authentisch, unprätentiös und weltoffen.
 
Detailansicht aus dem Green Room.

Seine Tipps und Tricks in Sachen Mode sind übrigens durchaus nicht nur etwas für die Schönen und Reichen. Auch Firmen oder modebewussten Damen und Herren suchen seinen kompetenten Rat. Erschwinglich ist das allemal, vor allem in Anbetracht dessen, dass so ein Shopping Nachmittag mit Clifford Lilley zur Folge hat, dass man am Ende mit gut sitzenden, zeitlosen Kleidern eine Grundausstattung zusammen hat, auf die man selbst weiter aufbauen kann. Eine Investition also, die sich rechnet. 
 
Eine chinesische Porzellan-Figur, bringt etwas Abwechslung unter die Bücher.

In der Mode wie auch in der Inneneinrichtung gibt es ständig wechselnde Trends. Was die Villa Egli betrifft, so ist sie zu erhaben, um sich auf solche Kinkerlitzchen einzulassen, obwohl „The Green Room“ nichtsahnend die aktuelle Sommerfarbe aufgegriffen hat. Wenn es ums Wohnen geht, so ist für Clifford Lilley eins klar: Zeitlose Eleganz gepaart mit trendigen Accessoires ergibt einen lässigen, raffinierten Style. Das gilt auch für die Mode. Auf die Frage, was die Frau diesen Sommer im Kleiderschrank haben muss meint Clifford: „Ein luftiges, grünes Kleidchen sollte schon dabei sein.“ Nach einer kurzen Denkpause fügt er mit seinem unwiderstehlichen Charme an: „And a little, black dress, my darling.“

Jedes Bild hat eine Geschichte.

Anordnung von schönen Dingen im Green Room.

Skulptur zwischen Büchern in Clifford's Office.

Stilleben mit Familienanschluss.

Samstag, 1. Juni 2013

Charming Shops



Biscuitfabrik - Der Geheimtipp mitten in Zürich

Biscuitfabrik ist der Concept Store des Innenarchitekturbüros Atelier Zürich und liegt gut versteckt in einer Seitenstrasse in Zürich Enge. Das Innenarchitekturbüro zeigt sich nicht nur verantwortlich für die Um- und Neugestaltung von Zürcher Institutionen wie dem Hotel Helvetia, der Bling Bar oder des Belcafés inklusive Traminsel am Bellevue, sondern öffnet auch einmal pro Woche den innovativen Shop gleich unter ihren Büroräumlichkeiten. Dort können Wohnaccessoires jeglicher Art, handgeknüpfte Teppiche, fragiler Schmuck oder innovative Lampen erstanden werden. 

 
Es gibt auch ein Pferd. Lebensgross, mit Lampenschirm und Stecker, damit die Lampe leuchten kann. Beim Sommer Apéro letzte Woche stand es passenderweise im Flur, wo es hin gehört. Wenn schon das Wetter nicht mitspielte, so war auf jeden Fall die Gesellschaft charmant, die Bowle fantastisch und das Inhaberinnen Trio, Katharina Mark, Claudia Silberschmidt und Josephine Reveman, bester Laune. 

Josephine Reveman, Katharina Mark, Claudia Silberschmidt

Bei der Biscuitfabrik sollten Landhaus Divas unbedingt ab und zu vorbei schauen. Auch wenn der Laden nur donnerstags geöffnet ist, darf man an allen anderen Tagen ungeniert bei Atelier Zürich im ersten Stock klingeln und es wird einem aufgemacht. Und wem die Pferdelampe zu gross ist, der braucht sich nicht zu grämen: Es gibt auch Pelikane und ein Pelikan geht immer.

Biscuitfabrik
Gotthardstrasse 51
8002 Zürich
www.atelierzuerich.ch

Do 11.00-19.00 


 





Alle Fotos: Copyright by Landhaus Diva.